Der Elefant

Ein Elefant tritt in die Welt einer Maus, das ist nicht wie 1+1=2. Friedrich Streich wollte anfangs keinen Partner (auch keine Partnerin) für die Maus, weil das auch fast doppelt so viel Arbeit bedeutet. Die Maus ist doch nicht irgendeine Maus, sie ist eine Zeichentrick-Figur und beherrscht die Fernseh-Welt seit ihrem ersten Auftritt am 7. März 1971 mit einzigartigen Einfällen. Als dann 1972 die ganze Sendung mit den „Lach- und Sachgeschichten“ in „Die Sendung mit der Maus“ umbenannt wird, ist 1 = 1= 1. Eine Maus, ein Moderator, eine Sendung. Drei Jahre tritt die Maus allein auf und löst die Probleme mit sich und der Welt auf ihre eigene Weise.

Als dann aber nicht nur mehr, sondern viel mehr und andere Ideen gebraucht werden, wird ein Partner für die Maus gesucht. Die WDR- Redaktion entscheidet:  Maus und Elefant sind ein gutes Gespann.

Wie aber sollte er aussehen der Elefant? Welche Farbe sollte er bekommen und überhaupt, was soll passieren mit ihm und der Maus?

 

Weiterlesen Kommentar (0) Aufrufe: 4324

Elefant & Ente und Daumenkino
©Friedrich Streich (Mit freundlicher Genehmigung von Armin Maiwald - FLASH Film)

 

"Die Partner als dramaturgisches Prinzip" von Friedrich Streich

Die Partner-Situation trägt den Keim für eine drama­tische Handlung schon in sich. Durch den Kontrast der verschiedenen Charaktere entwickelt sich in vielen Maus-Geschichten eine dramatische Handlung von selbst.

Das Partner-Verhältnis schafft Probleme zunächst im freundschaftli­chen, sozialen Bereich. Maus und Elefant erleben oder unternehmen etwas gemeinsam als Partner, und da der Elefant nicht alles so kann wie die Maus, spielt die Maus dabei häufig die Rolle des gros­sen Helfers und Beschützers. Das liebevolle Mit­einander ist in diesen Geschichten ausgebaut. Von einer dramatischen Situation kann hier allerdings kaum gesprochen werden. Hier spielt vielmehr ein part­nerschaftlicher, sozialer Effekt eine wichtige Rolle. Beispiele: Die Maus gibt dem Elefanten etwas von ihrem Eis ab. - Sie stellt ihn einfach auf Räder und zieht ihn hinterher, wenn er mit ihren grossen Schritten nicht mehr mithalten kann. - Sie schreibt ihm einen Brief, damit er auch einmal Post bekommt. - Oder die Maus steckt den Elefanten einfach in ihren Koffer, wenn er kein Geld für die Fahrkarte besitzt.

Weiterlesen Kommentar (0) Aufrufe: 2669

"Als die Maus Blau sah..." von Gert K. Müntefering

Anders als andere Vorschulprogramme hatte die Maus zum Entsetzen der „Hör Zu“ und verschiedener Evangelischer Akademien keinen Lernzielkatalog.  Die Redaktion würde dann später sogar noch erfahren, dass der Grimmepreis in Silber für „Luzie der Schrecken der Straße“ in Gold gewesen wäre, wenn die Sendung, so sehr ernst argumentierte Jurymitglieder,  etwas weniger unterhaltend gewesen wäre. 

Weiterlesen Kommentar (0) Aufrufe: 2278